Koreanische Kampfkünste
Taekwondo, Hapkido, Ssireum — Traditionen der koreanischen Halbinsel.
12 Artikel
Korea ·1996 (Verband); Name seit 1998
Gongkwon Yusul — die koreanische Kunst, die keine Ahnenreihe behauptet
1996 gegründet. Der Gründer nennt als erste Kunst seiner Ausbildung eine japanische — und genau das macht diesen Fall besonders.
Korea ·Belegt seit der Antike; Prüfungswesen 1392–1894, Bogenform um 1900 normiert
Gungsul — koreanisches Bogenschießen auf 145 Meter
Die Standarddistanz des koreanischen Bogenschießens beträgt 145 Meter — fünfmal so weit wie im Kyūdō. Alles am Gakgung folgt aus dieser Zahl.
Südkorea ·1982
Haidong Gumdo — eine Schwertkunst von 1982 mit einer Ahnenreihe aus dem 7. Jahrhundert
1982 in Anyang gegründet, berufen auf Krieger des 7. Jahrhunderts. Ein koreanisches Gericht hat in den 1990ern geklärt, was davon stimmt.
Korea ·1948 (Choi Yong-sul kehrt nach Korea zurück)
Hapkido — Der koreanische Weg der harmonischen Kraft
Hapkido ist Koreas Kunst der harmonischen Kraft — ein vollständiges Kampfsystem aus Gelenkhebeln, Würfen und Tritttechniken, verwurzelt in der japanischen Daito-ryu-Tradition.
Korea ·Hwarang 6. Jh.; Kodexbegriff 1910–1945; Kampfkunst ab 1960
Hwarangdo — ein Kodex, der über Japan nach Silla kam
Die Hwarang gab es wirklich. Ihr Ehrenkodex entstand aber erst unter japanischer Herrschaft, als koreanisches Gegenstück zum Bushidō.
Korea ·1958 (Gründung); koreanische Wurzeln: Jahrhunderte alt
Kuk Sool Won — Koreas vollständigstes Kampfkunstsystem
Koreas umfassendstes System, 1958 von In Hyuk Suh geordnet. Er führt es auf drei alte Überlieferungen zurück — belegt ist die Gründung, nicht die Herkunft.
Korea ·Joseon; Handbücher 1598, 1759 und 1790
Sibpalgi — ein Handbuch mit Datum und eine Kunst ohne Linie
Korea besitzt das datierte Kampfkunsthandbuch, das anderswo fehlt. Nur hat die heutige Kunst mit dem Namen Sibpalgi keine Linie dorthin.
Korea ·Goguryeo-Zeit (37 v. Chr.–668 n. Chr.); dokumentiert ab 4. Jahrhundert
Ssireum — Koreas traditionelles Ringen
Ssireum ist Koreas traditionelles Ringen — seit dem 4. Jahrhundert praktiziert, mit Gürteln an Hüfte und Oberschenkel, im Sand-Ring ausgetragen und tief in der koreanischen Volkskultur verwurzelt.
Korea ·Goryeo (918–1392) und Joseon (1392–1897); Belege ab dem 12. Jh.
Subak — die meistzitierte und am wenigsten bekannte Kampfkunst Koreas
Subak gilt als Urahn der koreanischen Kampfkünste. Was die Quellen wirklich hergeben, ist erstaunlich wenig — und genau das macht den Fall interessant.
Korea ·Joseon-Zeit (1392–1897) und früher; Belege ab dem 18. Jh.
Taekkyeon — Koreas älteste lebende Kampfkunst
Taekkyeon ist Koreas älteste lebende Kampfkunst — rhythmisch, tanzartig, von der japanischen Besatzung fast ausgelöscht und 2011 als erstes Kampfsystem UNESCO-Kulturerbe.
Korea ·1955 (offizieller Name)
Taekwondo — Der Weg des Fußes und der Faust
Taekwondo ist die koreanische Kampfkunst des Fußes und der Faust — geprägt durch explosive Beintechniken und seit 2000 fester Teil des Olympischen Programms.
Korea ·1945 (Moo Duk Kwan gegründet); 1950er Namensgebung Tang Soo Do
Tang Soo Do — Koreas klassische Schlagkunst
Tang Soo Do ist Koreas klassische Schlagkampfkunst — von Hwang Kee aus koreanischen, chinesischen und okinawanischen Quellen synthetisiert, Vorläufer des modernen Taekwondo.