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Chinesische Kampfkünste

Kung Fu, Tai Chi, Wushu — Tausende Jahre Tradition aus dem Reich der Mitte.

21 Artikel

Chang Chan Kuei (1859–1940), Meister des Xingyiquan und Baguazhang, historisches Porträt

China ·Frühes 19. Jahrhundert

Baguazhang — Die acht Trigramm-Handflächen

Baguazhang ist die kreisförmige interne chinesische Kampfkunst — gegründet von Dong Haichuan, aufgebaut auf acht Trigrammen und dem kontinuierlichen Gehen um einen Kreis.

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Porträt des Bajiquan-Meisters Li Shuwen, nach einer Vorlage aus der Zeit vor 1912

China ·16.–18. Jahrhundert

Bajiquan — Die acht Extremitäten des explosiven Kampfes

Bajiquan ist eine chinesische Kampfkunst aus Hebei, bekannt für explosive Ellenbogen- und Schultertechniken im Nahkampf — jahrhundertelang der Stil kaiserlicher Leibwächter.

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China (Huizhou, Guangdong) ·In heutiger Gestalt ab dem frühen 20. Jahrhundert

Bak Mei — der Stil, der nach dem Verräter benannt ist

Bak Mei trägt den Namen des Mönchs, der in der Legende Shaolin verriet. Belegbar ist der Stil ab einem Mann: Cheung Lai Chuen (1882–1964).

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Ein Mann führt einen Seitwärtssalto (cekongfan) aus, ein Sprungelement des Wettkampf-Wushu

China ·Traditionelle Stile seit der Ming-/Qing-Zeit; Wettkampfform ab 1958/1960

Changquan — die lange Faust und der Wettkampfstil, der ihren Namen trägt

Changquan bezeichnet zwei verschiedene Dinge: eine nordchinesische Stilfamilie und einen ab 1960 staatlich normierten Wettkampfstil. Das wird ständig verwechselt.

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China ·als Begriff spätestens Ming-Zeit; frühe Belege deutlich älter

Chin Na — Greifen und Kontrollieren

Chin Na ist keine eigene Kampfkunst, sondern eine Technikkategorie — das Greifen, Hebeln und Kontrollieren, das in nahezu jedem chinesischen System steckt.

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China (Guangdong) ·1836

Choy Li Fut — Die weite Faust des Südens

Choy Li Fut verbindet südchinesische Armtechnik mit nördlicher Beinarbeit — 1836 von Chan Heung gegründet und benannt nach seinen drei Lehrern.

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Holzschnitt aus dem Bubishi, der Handschrift, die von Fujian nach Okinawa gelangte; Zeichner und Abschrift unbekannt

China (Provinz Fujian, besonders Fuzhou und Yongchun) ·Stilfamilie der Qing-Zeit; der Übertragungsweg nach Okinawa ist ab dem 19. Jh. namentlich belegt

Fujian-Kung-Fu — keine Kunst, sondern eine Hafenprovinz

Kein Stil, sondern eine Küstenprovinz mit einer Stilfamilie. Zwei Artikel dieses Bestands führen sie als Elternkunst — hier steht, was das heißt.

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Die Wong-Fei-hung-Gedenkhalle in Foshan, Guangdong

China (Guangdong) ·18. Jh. (legendär); fassbare Überlieferung ab dem 19. Jh.

Hung Gar — Tiger und Kranich

Hung Gar ist der bekannteste südchinesische Faustkampfstil — tiefe Stände, harte Brückenarbeit und die Verbindung von Tiger und Kranich.

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Vorführgruppe des Shaolin-Kung-Fu bei einer Darbietung in China, 2014

China ·Vor 2000 Jahren (historisch), 5. Jh. n. Chr. (Shaolin)

Kung Fu und Wushu — Die Kampfkünste Chinas

Kung Fu ist der Sammelbegriff für über 400 chinesische Kampfkünste — von Shaolin über Wing Chun bis Tai Chi, geeint durch Qi, daoistische Philosophie und harte Übung.

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China ·Zuschreibung in die Song-Zeit; öffentlicher Unterricht ab den späten 1920er Jahren

Liuhebafa — der vierte innere Stil und sein Wasserbild

Liuhebafa gilt als vierter innerer Stil und heißt auch Wasserboxen. Belegbar ist es ab Wu Yihui, der es in den 1930er Jahren öffentlich unterrichtete.

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China (südlich des Jangtse) ·Traditionelle Stile seit der Qing-Zeit; Wettkampfform ab 1960

Nanquan — die südliche Faust und was an „Südfaust, Nordbein" dran ist

Nanquan meint eine südchinesische Stilfamilie und einen Wettkampfstil von 1960. Dazu der bekannteste Merksatz des Kung Fu — und was er wirklich taugt.

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Rekonstruktion des Daoyintu, der Übungstafel aus dem 168 v. Chr. verschlossenen Grab 3 von Mawangdui — Figuren in Körperhaltungen

China ·Übungen ab dem 2. Jh. v. Chr. belegt; Begriff ab den 1950er Jahren

Qigong — alte Übungen unter einem Namen von 1950

Die Übungen sind zweitausend Jahre alt und mit einem Seidenbild von 168 v. Chr. belegt. Der Name ist von 1950 und wurde für die Verwaltung gemacht.

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Der Stelenwald des Shaolin-Klosters in Dengfeng, Henan — beschriftete Steintafeln in Reihen

China (Songshan, Provinz Henan) ·Kloster ab 495; Kampfkunstbelege ab dem 16. Jahrhundert

Shaolin Kung Fu — belegt ist der Stock, nicht die leere Hand

Das älteste echte Shaolin-Handbuch von 1610 behandelt den Stock. Das Boxen kam später — und zwar ausdrücklich nach dem Vorbild des Stocks.

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Ringende Soldaten der Qing-Dynastie, historische Darstellung

China ·Vorformen (Jiao Di) in der Antike; moderne Form ab 1928

Shuai Jiao — Chinesisches Ringen

Shuai Jiao ist die chinesische Ringtradition — Würfe aus dem Jackengriff, im Stand entschieden, und eine der vier Grundkategorien der chinesischen Kampfkunst.

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Yang Chengfu führt die Technik „Einzelne Peitsche“ (Danbian) vor, historische Aufnahme

China ·17. Jahrhundert (Chen-Village, Henan), Blüte 19. Jahrhundert

Taijiquan — Der Große Pol als Kampfprinzip

Taijiquan ist die weiche, fließende interne chinesische Kampfkunst — weltbekannt als Tai Chi, gegründet in Chen Village, tief in Taoismus und traditioneller Medizin verwurzelt.

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Statue von Wang Lang, dem legendären Begründer des Tanglangquan, im Lao Shan

China ·Späte Ming- / frühe Qing-Dynastie (17. Jahrhundert), Shandong

Tanglangquan — Der Stil der Gottesanbeterin

Tanglangquan ist der nordchinesische Gottesanbeterin-Stil — geboren aus der Beobachtung eines Insekts, aufgebaut auf blitzschnellen Fanghaken-Techniken und Affen-Fußarbeit.

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Oberer Teil einer hölzernen Wing-Chun-Übungspuppe: ein dunkler Rundstamm mit zwei oberen und einem unteren Arm, an zwei Stellen mit hellem Seil umwickelt, in einen Holzrahmen eingehängt

China ·Qing-Dynastie (18. Jh.), Guangdong-Provinz; moderne Verbreitung ab 1949

Wing Chun — Die Kampfkunst der geraden Linie

Wing Chun ist die südchinesische Kampfkunst der direkten Linie — von einer Nonne für eine Frau entwickelt, von Ip Man zur Weltgeltung geführt, von Bruce Lee unsterblich gemacht.

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Ein Tempelgebäude im Wudang-Gebirge in der chinesischen Provinz Hubei

China (Wudang-Gebirge, Provinz Hubei) ·Daoistisches Zentrum seit dem Mittelalter; Kampfkunstzuschreibung ab 1669

Wudang — ein Gebirge, eine Kategorie und ein Text von 1669

Wudang ist kein Stil, sondern ein Gebirge und eine Kategorie. Die Trennung in innere und äußere Kampfkunst lässt sich auf ein Jahr datieren: 1669.

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Sun Lutang in der Grundhaltung San Ti Shi, Abbildung aus einem seiner Bücher

China ·Späte Ming / frühe Qing-Dynastie (17. Jahrhundert)

Xingyiquan — Form und Intention als Kampfprinzip

Xingyiquan ist die älteste der drei internen chinesischen Kampfkünste — aufgebaut auf fünf Elementen und zwölf Tierstilen, direkt und explosiv trotz innerer Basis.

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Der Adlerklauen-Meister Chan Tzi Ching demonstriert eine Grifftechnik

China ·Legendärer Ursprung: Song-Dynastie; historisch dokumentiert: Qing-Dynastie (19. Jh.)

Ying Zhao Quan — Die Faust des Adlerklauenstils

Ying Zhao Quan ist der chinesische Adlerklauen-Stil — berühmt für seine 108 Grifftechniken, präzisen Druckpunktangriffe und das System des Chin Na (Kontrollgrappling).

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Darstellung der Acht Unsterblichen, Namensgeber der Formen des Zui Quan

China ·Ming-Dynastie (1368–1644) erste literarische Erwähnung; Ursprünge möglicherweise älter

Zui Quan — Die Faust der Betrunkenen

Zui Quan ist der taumelnde, unberechenbare Stil der Betrunkenen Faust — einer der ältesten chinesischen Kampfstile, inspiriert von den Acht Unsterblichen des Taoismus.

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