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Verbindungen, Vergleiche und übergreifende Themen der Kampfkünste.

22 Artikel

Bando — Vorführung einer Schlagtechnik der burmesischen Kampfkunst

Myanmar (historisch: Birma) ·Pagan-Reich (1044–1287); Blüte: Burmesisch-Siamesische Kriege (16.–18. Jh.)

Bando — Myanmars Tierstil-Kampfkunst

Bando ist Myanmars traditionelles unbewaffnetes Kampfsystem — mit neun Tierstilen, starker Defensivphilosophie und einer Geschichte, die bis ins Pagan-Reich des 11. Jahrhunderts reicht.

bando myanmar birma
Karikatur von Arthur Wallis Mills, 1910: Eine einzelne Frau steht vor einem Votes-for-Women-Plakat, um sie herum liegen und hängen mehrere Polizisten, weitere halten Abstand; Bildtitel The Suffragette that Knew Jiu-Jitsu

England (London) ·1898–1903; Wiederentdeckung ab 2002

Bartitsu — die Synthese hielt drei Jahre, ihre Teile ein Jahrhundert

Der früheste dokumentierte Mixed-Martial-Arts-Versuch, 1898 in London. Die Synthese hielt drei Jahre, ihre Bestandteile ein Jahrhundert.

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Kampfszenen als Basrelief in Angkor Wat, Kambodscha, 12. Jahrhundert

Kambodscha ·Khmer-Reich (9.–15. Jh.); bas-reliefs in Angkor belegen Praxis seit mindestens 900 n. Chr.

Bokator — Kambodschas jahrtausendealte Kriegerkunst

Bokator ist Kambodschas älteste Kriegerkampfkunst — 1000 Jahre in Angkor-Tempel-Bas-Reliefs dokumentiert, fast durch den Roten Khmer ausgelöscht, 2022 UNESCO-Weltkulturerbe.

bokator kambodscha khmer
Capoeira-Szene in einer Lithografie von Johann Moritz Rugendas, Brasilien, 1835

Brasilien ·16.–18. Jahrhundert (Sklavenzeit); Formalisierung 1930er

Capoeira — Der tanzende Kampf der Sklaven

Capoeira ist Brasiliens afrobrasilianische Kampfkunst — Spiel, Kampf und Tanz in einem, von der Polizei verfolgt, heute UNESCO-Kulturerbe und Symbol kultureller Widerstandskraft.

capoeira brasilien afrobrasilianisch

Japan ·1882–1942

Dō und Jutsu — vier Paare, und warum die Umbenennung später kam als erzählt

Judo heißt seit 1882 so, Kendō erst seit 1920. Was die Datierungen der vier Paare über die Umbenennung verraten — und was sie an der üblichen Erzählung korrigieren.

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Engolo-Spieler in Angola, der linke führt einen hohen frontalen Halbmondtritt aus

Angola ·Erste Bezeugung Mitte der 1950er Jahre; Praxis bis 1975

Engolo — der Vetter der Capoeira, nicht ihre Mutter

Ein Kampfspiel der Hirten am Kunene, seit 1975 kaum noch gespielt. Die Erzählung, es sei die Mutter der Capoeira, ist jünger als das Fernsehen.

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Das Jeet-Kune-Do-Symbol mit Taijitu und den Pfeilen der Wechselwirkung

USA (Hong Kong als Ursprung) ·1967 (Namensgebung); entwickelt 1964–1973

Jeet Kune Do — Bruce Lees Kampfkunst ohne Grenzen

Jeet Kune Do ist Bruce Lees Kampfkunst — nicht als starres System, sondern als Philosophie: 'kein Weg als Weg, keine Grenzen als Grenze', der konsequenteste Aufruf zur Authentizität im Kampf.

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Kabaddi bei den Asienspielen 2018: iranische Spieler stoppen einen Raider

Indien (Tamil Nadu als Ursprungszentrum) ·Vedische Vorläufer (ca. 1500–500 v. Chr.); erste Regeln 1921; nationale Anerkennung 1938

Kabaddi — Indiens uraltes Kontakt-Teamsport

Kabaddi ist Indiens uralter Kontakt-Teamsport — ein Angreifer muss bei einem Atemzug mehrere Verteidiger taggen und entkommen, während er ununterbrochen 'Kabaddi' ruft.

kabaddi indien kontaktsport
Kalaripayattu-Vorführung mit Waffen in Kerala, Indien

Indien (Kerala, Südindien) ·Über 3000 Jahre alt (mythologisch); historisch ab 11.–12. Jh. n. Chr. dokumentiert

Kalaripayattu — Die Mutter aller Kampfkünste

Keralas Kampfkunst mit dem biegsamen Urumi-Schwert: belegt ab dem 11. Jahrhundert, mythisch bis Parashurama zurückgeführt, eng mit Ayurveda verwoben.

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Krav-Maga-Unterricht an der israelischen Fallschirmjägerschule, 1955

Israel (Ursprung: Tschechoslowakei) ·1930er (Bratislava); IDF-Integration 1948; zivile Version ab 1964

Krav Maga — Das israelische Selbstverteidigungssystem

Krav Maga ist Israels militärisches Kampfsystem — von Imi Lichtenfeld in den Straßen Bratislavas geboren, von der IDF perfektioniert, heute weltweit das meistgelehrte Selbstverteidigungssystem.

krav-maga israel selbstverteidigung
Lucha Libre in der Arena México: maskierte Luchadores im Ringkampf

Mexiko ·1863 (erste Berichte); 1933 (EMLL-Gründung, Institutionalisierung)

Lucha Libre — Mexikos fliegendes Ringen

Lucha Libre ist Mexikos kulturelles Erbe im Ring — freies Ringen mit Masken, Akrobatik und Theater, seit 1933 institutionalisiert, El Santo als unsterbliche Legende.

lucha-libre mexiko wrestling
Zwei MMA-Kämpfer im Bodenkampf, der obere in Seitenkontrolle

Brasilien (Vale Tudo), USA (moderne Form) ·Vale Tudo ab 1920er; UFC 1 am 12. November 1993

MMA — Mixed Martial Arts

MMA verbindet Schlagen, Ringen und Bodenkampf in einem Regelwerk — aus dem brasilianischen Vale Tudo entstanden, seit 1993 durch die UFC weltweit sichtbar.

mma ufc vale-tudo
Musangwe — Faustkampf ohne Handschutz im Venda-Gebiet, Südafrika

Südafrika (Limpopo-Provinz, Venda-Gemeinschaft) ·Mitte 19. Jahrhundert; seit ~1850 dokumentiert

Musangwe — Bareknuckle-Boxen der Venda

Musangwe ist das traditionelle Bareknuckle-Boxen der Venda in Südafrika — seit dem 19. Jahrhundert praktiziert als Mutprobe und Mannesweihe, mit Kopfstoß und Knieschlägen erlaubt.

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Südafrika ·Legendär: Shaka-Zulu-Ära (~1670–1820s); historisch: präkolonial

Nguni-Stockkampf — Afrikanische Kriegerkunst der Zulu und Xhosa

Nguni-Stockkampf ist die traditionelle Kriegerkunst der südafrikanischen Nguni-Völker — mit Schlagstock und Schutzstab, Mutprobe der Jugend und lebendige kulturelle Praxis der Zulu und Xhosa.

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Zwei Pankratiasten auf einer panathenäischen Preisamphore, Athen 332–331 v. Chr.

Griechenland (Antike) ·648 v. Chr. (Einführung in Olympia); Blüte 5.–4. Jh. v. Chr.

Pankration — Das Vollkampfsystem der Antike

Pankration war der antike griechische Vollkampfsport — 648 v. Chr. in die Olympischen Spiele aufgenommen, mit Boxen, Ringen, Hebeln und Würgern, der älteste Vorläufer des modernen MMA.

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Silek Minangkabau — Pencak-Silat-Vorführung in Westsumatra, Indonesien

Indonesien / Malaysia / Brunei / Südostasien ·Jahrhunderte alt; erste dokumentierte Hinweise in der Königreichszeit (vor 14. Jh.)

Pencak Silat — Die Kampfkunst Südostasiens

Pencak Silat ist die Kampfkunst des malaiischen Archipels — tief spirituell, reich an regionalen Stilen, 2019 als UNESCO-Kulturerbe anerkannt.

pencak-silat silat indonesien
Sisemba — Fußkampf-Spiel der Toraja, Sulawesi, Indonesien

Indonesien (Südsulawesi, Toraja-Bergvolk) ·Präkolonial; seit Jahrhunderten als Ernte-Ritual praktiziert

Sisemba — Indonesisches Ernte-Kick-Duell der Toraja

Sisemba ist das traditionelle Ernte-Kick-Duell der Toraja in Südsulawesi — ein gemeinschaftliches Kick-Kampf-Ritual, das Streitigkeiten beigelegt und die Ernte gefeiert hat.

sisemba indonesien toraja
Russischer Faustkampf beim Dreifaltigkeitsfest, Gemälde einer traditionellen Kulatschny boi

Russland / Sowjetunion ·Historische Wurzeln: 10. Jh. (Kosaken); moderne Form: Sowjetzeit/Cold War; öffentlich: 1990er

Systema — Die russische Kampfkunst des Atems

Systema ist Russlands geheimnisvolle Kampfkunst der Spezialeinheiten — basierend auf Atemkontrolle, totaler Körperentspannung und dem Prinzip, die Kraft des Gegners gegen ihn zu verwenden.

systema russland sowjetunion
Männer aus Oberägypten beim Tahtib, dem traditionellen Stockkampf

Ägypten ·Altes Reich (~2649–2130 v. Chr.); kontinuierlich bis heute

Tahtib — Ägyptens pharaonische Stockkampfkunst

Ägyptens Stockkampf: im Neuen Reich als geregelter Wettkampf abgebildet, seit osmanischer Zeit als Volkspraxis belegt, 2016 UNESCO-Kulturerbe.

tahtib aegypten stockkampf

·1805–1945

Vom Volkskampf zum Sport — sieben Fälle, und was sie trennt

Sieben Volkskämpfe wurden zum Sport — zwischen 1805 und der Nachkriegszeit. Nicht wann das geschah trennt die Fälle, sondern wer es auslöste.

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Das Emblem des Vovinam Việt Võ Đạo

Vietnam ·1938 (Gründung in Hanoi); Entwicklung unter französischer Kolonialherrschaft

Vovinam — Vietnams Kampfkunst der nationalen Befreiung

Vovinam ist Vietnams nationale Kampfkunst — 1938 von Nguyen Loc als Mittel der Befreiung vom Kolonialismus gegründet, aufgebaut auf dem Prinzip von Hart und Weich als Einheit.

vovinam vietnam viet-vo-dao
Pahlavan Mustafa Toosi mit einem Paar schwerer Keulen (Mil) des Zurkhaneh

Iran (historisch: Persien) ·Belegt ab dem 14. Jh.; Sittenlehre safawidisch (16./17. Jh.); Blüte im 19. Jh. unter den Qajaren

Zurkhaneh — Irans Haus der Stärke

Irans Haus der Stärke: Kräftigung, Kampfkunst, Musik und schiitisch-sufische Frömmigkeit in einem Ritual. Belegt seit dem 14. Jahrhundert.

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